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Rüdersdorf

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Rüdersdorf wurde im 13. Jahrhundert vom Zisterzienserkloster Zinna gegründet und erstmals zwischen 1308 und 1319 als „Roderstorp“ urkundlich erwähnt. Der Kalksteinabbau entwickelte sich früh zur wichtigsten Einnahmequelle des Ortes und lieferte Baumaterial für große Bauprojekte in Berlin und Umgebung. Nach der Säkularisation des Klosters Zinna fiel Rüdersdorf 1553 an den brandenburgischen Landesherrn und wurde 1571 zum Sitz eines kurfürstlichen Domänenamtes. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf vollständig zerstört, aber im 18. Jahrhundert neu aufgebaut.

Durch den stetigen Kalkabbau entstanden zahlreiche Bergarbeitersiedlungen, und Rüdersdorf entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriestandort der Region. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rüdersdorf einer der wichtigsten Baustoffproduzenten Ostdeutschlands. Heute prägt der Kalksteinabbau weiterhin das Ortsbild und die Geschichte der Gemeinde.