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Neustadt (Dosse)

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Neustadt an der Dosse entstand im 12. Jahrhundert, als an einer Furt über die Dosse auf dem Handelsweg zwischen Havelberg und Neuruppin eine Burg errichtet wurde. Im Mittelalter wechselte der Ort mehrfach den Besitz zwischen den Adelsfamilien von Bredow, von Quitzow, von Winterfeld und den Grafen von Lindow-Ruppin. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Neustadt stark zerstört, bis schließlich Prinz Friedrich von Hessen-Homburg 1662 das Gebiet erwarb und durch Trockenlegung der umliegenden Sümpfe den Aufschwung einleitete.

1664 erhielt Neustadt das Stadtrecht, kurz darauf vernichtete ein Brand 1666 große Teile der Stadt, weshalb Friedrich Kolonisten aus Süddeutschland und Holland sowie später Hugenotten ansiedeln ließ. Unter seiner Leitung entstanden eine Kirche, Glashütte, Spiegelmanufaktur und Eisenhütte, wodurch Neustadt zu einem wirtschaftlichen Zentrum im Ruppiner Land wurde. Ein neues Zeitalter begann 1788, als der preußische König Friedrich Wilhelm II. das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt errichten ließ, das bis heute die Stadt prägt und ihr den Beinamen „Stadt der Pferde“ einbrachte. Bis heute gilt Neustadt an der Dosse als eines der bedeutendsten Zentren der Pferdezucht in Deutschland.