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Kirchmöser

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Kirchmöser entstand ab 1915 als Standort einer königlich-preußischen Pulverfabrik, die im Ersten Weltkrieg in nur einem Jahr mit rund 400 Fabrikgebäuden und 172 Wohnungen errichtet wurde. Nach dem Kriegsende und dem Versailler Vertrag musste die Sprengstoffproduktion eingestellt und die Anlagen demontiert werden.

Ab 1919 übernahm die Deutsche Reichsbahn das Gelände und baute es zum Bahnwerk Brandenburg/West um, das zu einem der modernsten Eisenbahnstandorte Europas wurde und bis zu 2.500 Menschen beschäftigte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Werk zeitweise für Rüstungszwecke genutzt, nach 1945 übernahm die Rote Armee einen Teil des Geländes und richtete dort ein Panzerreparaturwerk ein. Bis heute prägen die historischen Industrieanlagen und die nach Gartenstadtprinzipien errichteten Wohnsiedlungen das Bild von Kirchmöser.