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Groß Neuendorf

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Groß Neuendorf, erstmals 1349 als „Cruschzik“ urkundlich erwähnt, entstand als slawisch-wendische Siedlung und entwickelte sich nach der Trockenlegung des Oderbruchs unter Friedrich II. (ab 1747) zu einem typischen Kolonistendorf der preußischen Landgewinnung. Die Bewohner wechselten von der Fischerei zur Landwirtschaft, insbesondere zur Viehzucht, und erhielten ab 1754 Landzuweisungen, die den wirtschaftlichen Aufschwung prägten.

Im 19. Jahrhundert siedelten sich Handwerker, Händler und jüdische Familien an – letztere gründeten 1847 eine eigene Gemeinde, die 1855 einen Friedhof anlegte und eine Synagoge errichtete.

Mit dem Anschluss an die Oderbruchbahn (1912) und dem Ausbau des Hafens stieg Groß Neuendorf zum wichtigen Getreideumschlagplatz auf. Der 1953 erbaute Verladeturm ermöglichte vollautomatisierten Gütertransport, bis der Hafen nach 1971 an Bedeutung verlor. Nach der Wende wurde das Hafenareal zum Kulturhafen saniert, der heute mit Maschinenhaus, Turmcafé und Skatepark Besucher anzieht.

Groß Neuendorf wird von uns als Lebensort empfohlen.