Dessau wurde im Jahr 1213 erstmals urkundlich erwähnt und entstand Ende des 12. Jahrhunderts als Handelsplatz an der Kreuzung wichtiger Handelsstraßen an der Mulde, nahe ihrer Mündung in die Elbe. Im Jahr 1470 wurde Dessau zur Residenz der Fürsten von Anhalt-Dessau und blieb über Jahrhunderte eng mit dem Fürstenhaus der Askanier verbunden.
Im 16. Jahrhundert nahm die Stadt an der Reformation teil, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg schwer zerstört, insbesondere bei der Schlacht an der Elbbrücke 1626. Im 17. Jahrhundert begann unter Fürst Johann Georg II. und später unter Leopold I., dem sogenannten Alten Dessauer, eine Phase des Wiederaufbaus und der barocken Stadterweiterung.
Im 18. Jahrhundert wurde Dessau unter Fürst Leopold III. Friedrich Franz zum Zentrum der Aufklärung in Deutschland. Er ließ das Dessau-Wörlitzer Gartenreich anlegen, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt wirtschaftlichen Aufschwung, insbesondere mit der Gründung der Junkers-Werke, die ab 1915 Flugzeuge produzierten.
Eine besondere Bedeutung erlangte Dessau in den 1920er Jahren, als das Bauhaus von Weimar hierher verlegt wurde. Dadurch wurde Dessau zu einem internationalen Zentrum der modernen Architektur und Gestaltung. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt 1945 fast vollständig zerstört, später im Stil der Nachkriegszeit wieder aufgebaut.
Heute bildet Dessau gemeinsam mit Roßlau die Stadt Dessau-Roßlau und für ihr Bauhaus-Erbe, das Gartenreich und ihre kulturelle Geschichte bekannt ist.
Dessau wird von uns als Lebensort empfohlen.