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Burg (Spreewald)

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Geschichte

Bronzezeitliche Funde belegen schon frühe Besiedlung am Schlossberg. Slawische Stämme (Sorben/Wenden) prägten die Region ab dem 6. Jahrhundert.

Ersturkundlich erwähnt wurde Burg 1315 als „villa Borgk“ im Herrschaftsgebiet Lübbenau.

Im 18. Jahrhundert gründeten Preußens Könige Burg-Kauper (1725) und Burg-Kolonie (1766) durch gezielte Ansiedlungspolitik. Der Spreewald blieb im Dreißigjährigen Krieg weitgehend unversehrt, litt aber unter Pestausbrüchen.

Im 19. Jahrhundert förderten Archäologen wie Rudolf Virchow bronzezeitliche Artefakte zutage. Die Spreewaldbahn (1898–1970) verband Burg mit der Region, wurde aber später stillgelegt. Im Nationalsozialismus scheiterten Pläne zur Entvölkerung zugunsten eines Jagdgebiets.

Nach 1945 entstanden Genossenschaften und Hochwasserschutzanlagen. Seit 1960 bilden Burg-Dorf, Kauper und Kolonie eine Gemeinde, die mit 30 km² einst flächengrößtes Dorf der DDR war. Heute ist Burg ein Zentrum für Kahnfahrten und Spreewaldkultur.